Raucherentwöhnung



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Ganzheitliche Raucherentwöhnung
Das Rauchen geht mit gravierenden gesundheitlichen Schädigungen einher, sowohl kurzfristig als auch langfristig. Viele Betroffene versuchen daher, vom Rauchen loszukommen - sei es weil sie Einsicht in die schädliche Wirkung haben oder weil schon gesundheitliche Folgen eingetreten sind. Leider sind die Erfolgsraten in der Raucherentwöhnung nicht sehr hoch. Betrachtet man wissenschaftliche Studien, ergibt sich ein ernüchterndes Bild. Nach einem Jahr sind mit einem Nikotinrezeptorenblocker nur noch 22 % der Patienten erfolgreich entwöhnt, bei Placebo nur 8 %. Die kurzfristigen Erfolgsraten sind zwar deutlich höher, 44 % gegenüber 18 % nach etwa 1/4 Jahr (Gonzales et al. 2006), dennoch sind die langfristigen Erfolge das entscheidende Ziel in der Behandlung der Nikotinabhängigkeit.

Hier sollten nach unserer Erfahrung idealerweise ganzheitliche Methoden zur Raucherentwöhnung eingesetzt werden. Mit solchen Verfahren haben wir die besten Erfolge gemacht. Die Behandlung umfasst dabei sowohl die körperliche Abhängigkeit als auch die mentale/psychische. Hierzu kombinieren wir schulmedizinische mit naturheilkundlichen Verfahren, womit man eine durchaus bemerkenswerte Erfolgsquote verzeichnen kann.

Patienten die mit dem Rauchen aufhören wollen erhalten von uns zu Beginn ein eingehendes Gespräch, in dem geklärt wird, wie die Abhängigkeit gelagert ist und welche Verfahen am besten zum Einsatz kommen. Danach wird ein Entwöhnungsplan erstellt, der auf die individuelle Situation abgestimmt ist.

Je nachdem welches schulmedizinische Verfahren zum Einsatz kommt, beginnt man in der Regel eine Woche vor dem festgelegten Rauch-Ende mit der medikamentösen Therapie. Am Tag des Aufhörens wird zudem mit der Akupunkturbehandlung und einer Bachblüten-Therapie begonnen. Die Akupunkturbehandlung ist in der ersten Woche täglich, in der zweiten Woche zweimal und in der dritten Woche einmal. Bachblüten-Tropfen werden regelmäßig genommen.

Die Beendigung der Therapie erfolgt nach 1 bis 3 Monaten, je nach individuellen Konzept. Das genaue Ende wird auf den Patienten abgestimmt. Damit sollte der schwierigste Teil der Entwöhnung geschafft sein. Über 2/3 der Patienten bleiben danach langfristig von der Sucht befreit, auch wenn es immer wieder Phasen oder Momente gibt, in denen "man gerne mal würde". Allerdings sind diese "Sucht-Momente" oft nur leicht und können fast immer ohne Probleme bewältigt werden. Sollte es dennoch zu Problemen mit wieder "aufflammender Sucht" kommen, stehen wir für beratende oder therapeutische Hilfe auch langfristig zur Verfügung.

Die Kosten der Raucherentwöhnung werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen, weder die Medikamente noch die ärztliche Leistung. Private Kassen übernehmen je nach Versicherungsumfang eventuell die Kosten. Informieren Sie sich bei Ihrer Kasse. Die Kosten für Medikamente belaufen sich etwa zwischen 110,- und 310,- Euro, die ärztlichen Kosten für Beratung (auch nach der "heißen Phase") und Akupunktur liegen bei etwa 170,- bis 250,- Euro.

Geht man davon aus, durch das Ende des Rauchens täglich mindestens 5,- Euro einzusparen, ist die ganzheitliche Behandlung nach etwa 1,5 bis 3 Monaten "bezahlt" und Sie befinden sich ab dann finanziell und - ganz besonders wichtig - gesundheitlich definitiv im Plus. Viel Erfolg.

Literatur
Gonzales, D., Rennard, S. I., Nides, M., Oncken, C., Azoulay, S., Billing, C. B., Watsky, E. J., Gong, J., Williams,  K. E. & Reeves, K. R. 2006: Varenicline, an alpha4beta2 Nicotinic Acetylcholine Receptor Partial Agonist, vs Sustained-Release Bupropion and Placebo for Smoking Cessation. A Randomized Controlled Trial. – J. Americ. Med. Assoc., 296 (1), 47–55.


                                       
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